Büromarkt Frankfurt
Der Frankfurter Büroflächenmarkt inklusive Eschborn und Offenbach-Kaiserlei beendete das dritte Quartal 2025 mit einem Flächenumsatz durch Vermietungen und Eigennutzer in Höhe von 111.400 m2. Die vergangenen drei Monate bleiben damit hinter den Ergebnissen aus der ersten Jahreshälfte 2025 zurück. Gegenüber den Umsätzen aus den Jahren 2023 und 2024, bei denen in keinem Quartal die 100.000 m2-Marke erreicht werden konnte, stellt dies aber erneut ein sehr positives Ergebnis dar. Für die ersten neun Monate 2025 summiert sich der Flächenumsatz auf 455.600 m2 - ein Rekordergebnis innerhalb der letzten zehn Jahre. Der Vorjahreswert wurde damit um 73 % übertroffen. Der Fünf- oder Zehnjahresdurchschnitt wird mit 76 % bzw. 44 % mehr als deutlich überschritten.
Getragen wurde das positive Marktgeschehen bis dato vor allem durch das großflächige Segment, was sich auch im dritten Quartal bestätigt. So machen Abschlüsse oberhalb der 5.000 m2-Marke im bisherigen Jahresverlauf mit 263.800 m2 nahezu 60 % des Gesamtumsatzes aus. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies mehr als eine Vervierfachung. Im Segment oberhalb von 10.000 m2 hat sich der Flächenumsatz in Höhe von 209.000 m2 sogar fast versechsfacht.
Den Branchenvergleich führen mit großem Abstand die Banken, Finanzdienstleister und Versicherungen mit insgesamt 163.600 m2 und einem Marktanteil von 35,9 % als stärkste Nachfragegruppe an. Dazu haben die Großabschlüsse des Jahres einen wesentlichen Beitrag geleistet. Dahinter folgen Unternehmen aus Unternehmensberatung, Marketing und Marktforschung mit 51.200 m2. Den dritten Rang sichert sich der Bereich industrielle Produktion und verarbeitendes Gewerbe mit 41.800 m2. Bei räumlicher Differenzierung der Anmietungsaktivitäten innerhalb des Marktgebiets zeigt sich der Teilmarkt Bankenlage mit 114.200 m2 am umsatzstärksten.
Der Anteil von Anmietungen in Projekten, Neubauten und Revitalisierungen hat weiter zugenommen und liegt aktuell im Segment über 1.000 m2 bei rund 60 % (Q1-Q3 2024: 52 %). Aufgrund dessen stieg das Mietniveau erneut an. So notiert die Spitzenmiete am Ende des dritten Quartals bei 52,70 Euro pro m2. Dies sind 20 Cent pro m2 mehr als im Vorquartal und 4,70 Euro pro m2 mehr als im Vorjahr. Die flächengewichtete Durchschnittsmiete weist eine Zunahme von 30 Cent pro m2 bzw. 6,90 Euro pro m2 auf und beläuft sich damit nun auf 31,50 Euro pro m2.

Der marktaktive Leerstand ist im Jahresverlauf 2025 nahezu stabil geblieben. Insgesamt stehen Ende September rund 1,22 Mio. m2 kurzfristig zur Anmietung zur Verfügung. Das kommt einer Leerstandsquote von 10,7 % gleich. Diese entspricht dem Niveau aus dem ersten Quartal 2025 und bedeutet gerade mal eine Verringerung von 0,1 %-Punkten im Vergleich zur Jahresmitte. Nach der rasanten Zunahme des Leerstands in den Vorjahren ist die nun länger andauernde Stabilisierung positiv zu bewerten. Längerfristige Vergleiche sind allerdings ernüchternd. So belief sich der marktaktive Leerstand Ende September 2023 noch auf 9,0 % und damit 1,7 %-Punkte unter dem jetzigen Wert.
Ausblick
Die Vorzeichen für eine sich fortsetzende Erholung des Frankfurter Büromarktes in den kommenden Monaten stehen gut. Traditionell ist das Jahresendquartal am umsatzstärksten, wobei in diesem Jahr vor allem noch einige mittelgroße Anmietungen zum Abschluss kommen sollten. Folglich wird eine Fortsetzung der Marktaktivitäten aus dem dritten Quartal und somit ein Jahresendergebnis deutlich oberhalb von 550.000 m2 erwartet. Der Leerstand könnte zum Jahresende wieder leicht ansteigen, sollte sich dann im kommenden Jahr im Zuge einer weiter anziehenden Flächennachfrage aber wieder reduzieren. Weiteres Steigerungspotenzial besteht vor allem bei der Spitzenmiete.
