Ergebnisse einer Investorenbefragung zum aktuellen Marktgeschehen Sommer 2024

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    Investorenbeschreibung

    Asset- und Fondmanager abermals stärkste Teilnehmergruppe

    Assetmanager & Fondmanager stellen mit einem Anteil von 44,8 % erneut den größten Anteil der teilnehmenden Immobilienexperten dar. Dahinter reihen sich die Gruppen Privatinvestoren & Family Offices mit 15,5 %, Projektentwickler & Bauträger mit 10,3 % und Private-Equity-Fonds & Opportunity-Fonds (8,6 %) ein. Die sonstigen Investorentypen kommen kumuliert auf insgesamt 13,8 %, wobei hiervon der größte Anteil auf Versicherungen & Pensionskassen entfällt. Die Angaben der Befragten zum in Deutschland verwalteten Immobilienvermögen bewegen sich in einer Spanne von 25 Mio. Euro bis 17 Mrd. Euro je Unternehmen.

    Investorentyp

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    A-Standorte stark priorisiert – ValueAdd-Strategien im Fokus

    Mit 59,3 % stellt Value-Add die aktuell bevorzugte Risiko-Investmentstrategie der Teilnehmer dar. Core und Core+ Strategien liegen mit 47,5 % bzw. 44,1 % auf einem vergleichbaren Niveau. Die Risikostrategie Opportunistic wird von 23,7% der Experten verfolgt. Innerhalb der Standortkategorien stechen die A-Standorte mit 96,6 % deutlich heraus und stellen somit den räumlichen Investmentfokus der befragten Investoren dar. B-Standorte folgen mit 72,9 %. An sonstigen Standorten (C-Standorte, D-Standorte, Sonstige) halten 50,9 % der Befragten Immobilien.

    Investment-Risikostrategie

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    Investment-Standorte

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    Investoren reduzieren Büroanteile in der Allokation – Wohn- und Logistikimmobilien gewinnen weiter an Relevanz

    Büro- und Wohnimmobilien sind, wie auch in den vergangenen beiden Umfragen, die am stärksten vertretenen Assetklassen innerhalb der Portfolios der Befragten. 27,3 % (Büro) bzw. 33,3 % (Wohnen) der jeweils antwortenden Investoren sind hier stark investiert (61-100 % Anteil der Assetklasse am Investmentvolumen). Jedoch wird sichtbar, dass im Vergleich zur Vorbefragung (Herbst 2023) der Büroanteil in den Kategorien „stark“ und „moderat“ investiert zurückgegangen ist (Herbst 2023: stark investiert: 32,6 %; moderat investiert: 32,6 % Sommer 2024: stark investiert: 27,3 %; moderat investiert: 23,6 %). Dementsprechend ist der Büroanteil in der Kategorie „nicht oder wenig“ investiert (0-20 % Anteil am Investmentvolumen) von 34,9 % im Herbst 2023 auf nun 49,1 % im Sommer 2024 angestiegen. Auch bei der Erstbefragung im Sommer 2023 lag der entsprechende Anteil unter dem aktuellen Niveau. Sicherlich ist dies zum einen auf das diesmalige Umfragesample zurückzuführen, zum anderen kann dies aber auch auf bereits vollzogene Portfoliobereinigungen im Bürosegment im Rahmen der komplexen und herausfordernden Marktlage hindeuten. Ein positiver Trend ist bei Logistikimmobilien erkennbar. Zwar überwiegt der Anteil der Befragten, die in dieser Assetklasse wenig oder gar nicht investiert sind, im Vergleich zu den Vorbefragungen hat dieser aber abgenommen bzw. der Anteil der stark investierten Unternehmen weist eine Zunahme auf. Einzelhandels- und Hotelimmobilien spielen bei den teilnehmenden Unternehmen hingegen eine untergeordnete Rolle.

    Assetallokation des Investmentvolumens

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    Zukünftige Investmentallokation – Wohn- und Logistikimmobilien stark gefragt, Büroobjekte klarer Verlierer

    Bezüglich der zukünftigen Investmentstrategie zeigt sich eine Trendfortsetzung der letzten Befragung. Büroobjekte stellen bei den Investoren auch in den kommenden 3-6 Monaten kein attraktives Investment dar, was durch den hohen Anteil (kumuliert über 35 %) der hierzu antwortenden Experten deutlich wird, die den Büroanteil in ihren Portfolios leicht oder stark reduzieren möchten.

    Zukünftige Investmentstrategie

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    Besonders der Anteil der Befragten, die ihren Büroanteil in den nächsten Monaten stark reduzieren wollen, ist im Vergleich zur Vorumfrage deutlich um 10,2 %-Punkte auf 12,5 % gestiegen (Herbst 2023: 2,3 %). Dies spiegelt die aktuell herausfordernde Situation auf den Büromärkten wider, die neben der allgemeinen Kaufzurückhaltung weiterhin durch die aktuell schwierige konjunkturelle Situation sowie die strukturellen Veränderungen (z. B. ESG, Homeoffice) geprägt ist. Dementsprechend könnte sich in zukünftigen Befragungen eine weitere Bedeutungsabnahme für Büroimmobilien in Portfolios zeigen. Eine Trendbestätigung aus der letzten Investorenbefragung zeigt sich ebenfalls in den Assetklassen Wohnen und Logistik, wobei hier besonders die hohen und stark gestiegenen Anteile in der Kategorie „stark erhöhen“ herausstechen (31,8 % bzw. 21,1 %). Über die Hälfte der hierzu antwortenden Investoren möchte in den nächsten 3-6 Monaten ihre Investments von Wohnimmobilien leicht oder stark erhöhen (kumuliert 56,8 %). Innerhalb der Assetklasse Logistik liegt die Verteilung mit aggregierten 55,3 % auf einem ähnlichen Niveau, was die aktuelle Attraktivität beider Assetklassen, unter Berücksichtigung der Fundamentaldaten mit Angebotsknappheit und steigenden Mieten, unterstreicht. Bei Einzelhandelsobjekten bestehen ebenfalls nennenswerte Bestrebungen, die Anteile in den Portfolios stärker zu erhöhen. Jedoch dominiert hier die Marktmeinung, wie auch bei Hotelobjekten, die aktuelle Investmentallokation eher unverändert zu belassen (47,2 % bzw. 68,8 %).