Büromarkt Frankfurt am Main Q3 2024

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    Büromarkt

    Der Frankfurter Büroflächenmarkt inklusive Eschborn und Offenbach-Kaiserlei hat auch im dritten Quartal 2024 keine Belebung erfahren. So beträgt der Flächenumsatz durch Vermietungen und Eigennutzer zwischen Juli und September 2024 lediglich 82.500 m². Das ist für ein drittes Quartal der niedrigste Wert seit 13 Jahren. Das Vorjahresquartal ist damit um 5,2 % unterschritten worden (Q3 2023: 87.000 m²). Im Vergleich zum mittelfristigen (5 Jahre) und langfristigen Durchschnitt (10 Jahre) ist ein Rückgang von 14,1 % bzw. 29,2 % zu verzeichnen. Für die ersten drei Quartale 2024 beläuft sich der Gesamtumsatz auf 264.000 m²: So bewegt sich dieser zwar auf dem Vorjahresniveau (Q1-Q3 2023: 261.100 m²), gehört jedoch zu den schwächsten Ergebnissen seit der Jahrtausendwende.

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    Im Zuge der schwachen Umsatzentwicklung ist auch die Anzahl der abgeschlossenen Deals weiter gesunken. Mit 329 erfassten Vermietungen liegt das Ergebnis fünf Abschlüsse unter dem Niveau von 2023. Der Zehnjahresdurchschnitt von 430 Deals wurde um etwa ein Viertel verfehlt. Mietvertragsverlängerungen, bei denen zuvor eine aktive Marktsondierung erfolgte, wurden in den ersten neun Monaten 2024 mit einem Volumen von 86.000 m² erfasst. Das entspricht einer Steigerung von 13 % im Vergleich zum Vorjahrjahreszeitraum. Die unsichere wirtschaftliche Lage, aber auch ein Rückgang an verfügbaren neuwertigen Büroflächen führen dazu, dass viele Unternehmen in ihren bisherigen Flächen verbleiben.

    Flächenumsatz nach Lage

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    Während der Flächenumsatz im Segment unter 1.000 m² auf Vorjahresniveau geblieben ist, wurde in der Größenklasse über 10.000 m² aufgrund des EZB-Abschlusses im ersten Quartal 2024 mit 36.800 m² ein deutliches Plus erzielt. In den Segmenten zwischen 1.001 und 10.000 m² gab es dagegen teilweise signifikante Rückgänge.

    Die im ersten Halbjahr erfolgte Anmietung der EZB im Gallileo und der Eigennutzerkauf des Projekts Hauptwache 1 durch die Frankfurter Sparkasse mit 7.200 m² Bürofläche sind weiterhin die größten Abschlüsse dieses Jahres. Zu den großen Deals im dritten Quartal zählen die Anmietungen der Frankfurt School of Finance & Management im Bertramshof mit 6.700 m² sowie der Bundesrepublik Deutschland – Finanzagentur GmbH mit 5.800 m² im Opal.