Der Frankfurter Wohnungsmarkt ist von einer strukturellen Angebotsknappheit geprägt. Die Analyse der Angebots- und Nachfrageentwicklung zeigt zwar, dass der Wohnungsbestand in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgeweitet wurde, während das Nachfragewachstum (Bevölkerung und Haushalte) im selben Zeitraum leicht an Dynamik verloren hat, dennoch reicht vorhandene Angebot weiterhin nicht aus, um den qualitativen und quantitativen Wohnraumbedarf zu decken. Die Wohnraumnachfrage zeigt sich trotz konjunktureller Abschwächung weiterhin robust. Zentrale Nachfrageimpulse resultieren aus internationaler Zuwanderung sowie der steigenden Zahl kleiner Haushalte. Angesichts der gesunkenen Bauaktivitäten in den letzten Jahren ist trotz einer letztjährigen Zunahme mit einer weiteren Verschärfung des Angebots-Nachfrage- Ungleichgewichts zu rechnen. Auch zukünftig wird die Neubautätigkeit vor allem infolge hoher Bau- und Finanzierungskosten verhalten bleiben. Die hohe Attraktivität Frankfurts u.a. als internationaler Wirtschafts- und Finanzstandort hat das Miet- und Preisniveau in den vergangenen Jahren nachhaltig steigen lassen. Die durchschnittliche Angebotsmiete nahm in den letzten Jahren deutlich auf zuletzt 17,90 €/m² zu, was vor allem auf einen starken Mietanstieg im Bestandssegment zurückzuführen ist. Im letzten Jahr lag das Wachstum im Durchschnitt aller Baualtersklassen bei 4,7 %. Auch bei Eigentumswohnungen lässt sich 2025 wieder eine Zunahme der Angebotspreise erfassen. Nach einer rückläufigen Entwicklung in den Jahren 2023 und 2024 ist das durchschnittliche Preisniveau 2025 leicht um 0,4 % auf rund 6.930 €/m² angestiegen.
Ausblick
Für das Jahr 2026 ist am Frankfurter Wohnungsmarkt von einem moderat positiven Marktumfeld auszugehen. Sowohl Miet- als auch Kaufpreise dürften sich überwiegend stabil entwickeln beziehungsweise leicht zulegen. Die weiterhin ausgeprägte Angebotsknappheit insbesondere im Neubau und im preisgünstigen Segment trifft auf eine anhaltend hohe Nachfrage und wirkt preisstützend. Gleichzeitig begrenzen hohe Finanzierungskosten sowie die
wirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten zum einen die Nachfragedynamik vor allem auf dem Eigentumssektor sowie zum anderen die Bauaktivitäten zur Schaffung neuen Wohnraums.