Büromarkt Frankfurt am Main Q1 2026

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    Büromarkt Frankfurt am Main Q1 2026

    Der Frankfurter Büroflächenmarkt inklusive Eschborn und Offenbach-Kaiserlei ist im ersten Quartal 2026 von zurückhaltenden Marktaktivitäten gekennzeichnet gewesen. So sind in den ersten drei Monaten 2026 rund 64.200 m² Bürofläche durch Vermietungen und Eigennutzer umgesetzt worden. Damit stellt es den schwächsten Jahresstart seit 2013 dar. Der Schnitt der letzten zehn Jahresanfangsquartale ist um mehr als 40 % unterschritten worden (Q1 2016 – Q1 2025: 109.500 m²).

    Besonders auffällig ist das Ausbleiben von Abschlüssen im Segment 5.000 bis 10.000 m², das im Frankfurter Marktgeschehen sonst eine wichtige Rolle spielt. Auch das Segment 2.500 bis 5.000 m² verzeichnete lediglich zwei Abschlüsse, womit hier der Flächenumsatz im Vergleich zum ersten Quartal 2025 um 54,6 % abgenommen hat. In der Größenklasse oberhalb von 10.000 m²wurde mit dem Kauf des Fifty Avon mit über 20.000 m² Bürofläche durch die DZ Bank ein Abschluss registriert, der zwar volumenstark ist, aber als Eigennutzerkauf einen Sonderfall darstellt. Die kleineren Größenklassen unter 2.500 m² waren somit die zentrale Stütze des Marktes, haben im Vergleich zum Vorjahr mit einem Minus von 42,2 % aber ebenfalls nachgelassen.

    Die stärkste Branchengruppe im ersten Quartal 2026 stellen die Banken, Finanzdienstleister und Versicherungen dar. Mit einem Marktanteil von 36,7 % fallen auf diese insgesamt knapp 23.600 m². Auf dem zweiten Platz folgt die Kommunikations-, IT- & EDVBranche, die rund 7.600 m² und damit 11,8 % des Gesamtumsatzes generiert hat. Stärkster Teilmarkt ist mit rund 23.500 m² die Bankenlage, gefolgt vom Westend mit knapp 8.000 m² und dem Finanzviertel West mit 4.900 m². Nur rund 6 % der gesamten Flächenumsätze haben in Neubauflächen bzw. Revitalisierungen stattgefunden. Dies begründet sich aber nicht mit einer fehlenden Nachfrage, sondern mit dem geringen Angebot an entsprechenden Entwicklungen in den begehrten zentralen Teillagen, das für eine Anmietung noch zur Verfügung steht.

    Die Mieten zeigten zuletzt eine unterschiedliche Entwicklung. Die Spitzenmiete ist im Vergleich zum Jahresanfang unverändert bei 53,30 €/m² geblieben, im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 1,80 €/m². Eine Normalisierung war hingegen bei der Durchschnittsmiete zu beobachten. Infolge des Wegfalls der Anmietung des Central Business Towers aus dem ersten Quartal 2025 in der Durchschnittsmietberechnung sank diese auf 28,90 €/m² und damit deutlich unter die 30-Euromarke.