Investmentmarkt Deutschland 2025
Der deutsche Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien hat mit einem Transaktionsvolumen von 23,98 Mrd. Euro das Vorjahresergebnis knapp verfehlt (-3,6 %). Der Fünfjahresschnitt ist um 43,9 % unterschritten worden. Eine wirkliche Trendwende hat damit nicht stattgefunden. Mit Blick auf das unverändert schwierige Marktumfeld, das weiterhin von geopolitischen Unsicherheiten und ökonomischer Schwäche geprägt wird, ist das jetzige Resultat dennoch positiv zu bewerten. Zunehmende Marktaktivitäten in der zweiten Jahreshälfte und vor allem ein starkes viertes Quartal stützen diese Bewertung. So stellen die letzten drei Monate mit 7,62 Mrd. Euro das stärkste Quartal im Jahresverlauf dar, was somit auf eine gewisse Erholung des Marktes hindeutet.
Den entscheidenden Unterschied zu den umsatzstärkeren Vorjahren machen vor allem großvolumige Transaktionen. Sowohl der Blick auf die Portfolioverkäufe als auch auf die Abschlüsse oberhalb der 100 Mio. Euro- Marke zeigt einen deutlichen Rückgang. So sank das im Rahmen von Portfoliodeals erzielte Volumen im Vergleich zum Vorjahr um 20,0 % auf rund 5,6 Mrd. Euro und infolgedessen auch der Marktanteil von 28,4 % auf 23,3 %. Einzeltransaktionen verzeichneten hingegen ein Plus von 2,8 %. Parallel haben Großtransaktionen im Vorjahresvergleich um 27,0 % abgenommen, die nun auf 8,2 Mrd. Euro kommen. Die Größensegmente unterhalb von 100 Mio. Euro weisen hingegen ein Wachstum von 15,6 % auf und tragen mit einem Volumen von 15,8 Mrd. Euro erheblich zum diesjährigen Gesamtergebnis bei.
Die größte Transaktion des Jahres ist der Kauf von mehr als 100 Möbelhäusern mit einem Preis im hohen dreistelligen Millionenbereich, der im Zuge der Übernahme der Porta-Gruppe durch XXXLutz erfolgte. Zu den größten Einzeltransaktionen zählt der Verkauf des Upper West in Berlin aus dem ersten Quartal. Im vierten Quartal stechen die Verkäufe des Oberpollinger in München sowie des Kölner Büroquartiers Friedrich und Karl heraus. Die für diese erzielten Preise liegen zwischen 300 und 425 Mio. Euro.
Stärkste Assetklasse bilden zum Jahresende die Einzelhandelsimmobilien mit einem Volumen von 6,50 Mrd. Euro (+9,5 % y-o-y). Eine Zunahme zeigt auch das Bürosegment, das mit 6,23 Mrd. Euro den zweiten Rang einnimmt (+15,5 % y-o-y). Rund 5,90 Mrd. Euro fallen auf Lager- und Logistikimmobilien, die damit gegenüber 2024 um 15,8 % verloren haben.