NAI apollo Dinner: Wie aus Interesse wieder Investmententscheidungen werden

Wie entwickelt sich die Investitionsbereitschaft in einem Marktumfeld, das von geopolitischen Veränderungen, neuen regulatorischen Anforderungen und veränderten Kapitalströmen geprägt ist? Mit dieser Frage beschäftigte sich das jüngste NAI apollo Dinner im Restaurant Occhio d’Oro in Frankfurt.

Gemeinsam mit Gästen aus Asset Management, Projektentwicklung, Investmentmanagement, Finanzierung und Beratung diskutierten hochkarätige Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Forschung und öffentlicher Hand über die aktuellen Rahmenbedingungen für Immobilieninvestitionen in Deutschland.

Drei Impulse lieferten dabei unterschiedliche, aber eng miteinander verbundene Perspektiven auf die Zukunft des Marktes.

Dorothee Martin von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) machte deutlich, dass die öffentliche Hand heute weit mehr als nur Regulierer ist. Als Eigentümerin, Bestandshalterin und Transaktionspartnerin nimmt sie eine aktive Rolle im Markt ein. Entscheidend sei dabei die enge Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und privater Wirtschaft. Ziel müsse es sein, gemeinsame Schnittmengen zu identifizieren und Lösungen partnerschaftlich zu entwickeln.

Einen Blick auf die Nachfrageentwicklung warf Uwe Veres-Homm vom Fraunhofer IIS. Er zeigte auf, wie Themen wie Defense und Resilienz, das Wachstum internationaler E-Commerce-Unternehmen sowie die Abkehr von klassischen Just-in-Time-Lieferketten neue Nachfrageimpulse erzeugen. Gleichzeitig betonte er, dass Nachfrage allein keine Transaktionen hervorbringt. Erfolgreiche Abschlüsse benötigen belastbare Strukturen, hochwertige Standorte und verlässliche Rahmenbedingungen.

Die internationale Perspektive brachte Viktoria Hoffmann von Swiss Life Asset Managers Deutschland ein. Institutionelles Kapital agiere heute zunehmend paneuropäisch und vergleiche Investitionsmöglichkeiten über Ländergrenzen hinweg. Deutschland müsse sich daher nicht nur im Wettbewerb mit anderen Märkten behaupten, sondern auch bei regulatorischen Rahmenbedingungen sowie Rendite-Risiko-Profilen überzeugen.

Die zentrale Erkenntnis des Abends: Der Markt ist keineswegs verschwunden – er stellt heute jedoch andere Anforderungen als noch vor wenigen Jahren. Erfolgreiche Investitionsentscheidungen entstehen dort, wo Finanzierung, Nutzung, Struktur und Prozesse frühzeitig zusammen gedacht werden.

Genau darin sieht NAI apollo seine Aufgabe: Marktteilnehmer zusammenzubringen, unterschiedliche Perspektiven zu vernetzen und Orientierung in einem anspruchsvollen Marktumfeld zu schaffen.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Gästen für den offenen und konstruktiven Austausch sowie bei Sonja Rösch für die gemeinsame Vorbereitung und Organisation dieses gelungenen Abends.

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