Bad Homburg
Der Büroflächenmarkt in Bad Homburg vor der Höhe hat in 2023 das zweite Jahr in Folge eine rückläufige Entwicklung gezeigt. Das Umsatzergebnis durch Vermietungen und Eigennutzer beläuft sich auf 13.300 m² und liegt damit knapp 30 % unter dem Vorjahreswert. Der langjährige Durchschnitt (2013-2022: 16.700 m²) wurde um 21,5 % unterschritten. Die signifikantesten Vermietungen des Jahres 2023 entfallen u.a. auf das 2022 fertiggestellte Büroobjekt „EO“ am Bad Homburger Bahnhof. Insgesamt konnten vor allem Unternehmen der Branche „Kommunikation, IT & EDV“ bedeutende Abschlüsse verzeichnen, wie beispielsweise die SimCorp über knapp 1.800 m² oder die Memphis Computer Products über rund 1.100 m².
Büroflächenumsatz
Büromieten
Die Mietentwicklung auf dem Bad Homburger Büromarkt hat sich im Jahr 2023 zweigeteilt gezeigt. So hat die Spitzenmiete ihre Seitwärtsbewegung fortgesetzt und verharrt weiterhin bei 17,20 €/m². Die Durchschnittsmiete hat hingegen im Jahresverlauf 2023 um 0,60 €/m² zugenommen und steht nun bei 11,10 €/m².
Nach der Fertigstellung des Büroprojektes „EO“ im vergangenen Jahr, welches einen deutlichen Anstieg des Flächenbestands zur Folge hatte, ist in 2023 nur eine geringfügige Flächenzunahme zu verzeichnen. Eine gesunkene Vermietungsleistung sowie ein Anstieg an Untermietangeboten hat das freie Büroflächenangebot hingegen spürbar zunehmen lassen. Dementsprechend ist die Leerstandsquote gegenüber dem Vorjahr um 4,3 %-Punkte auf nun 15,7 % angewachsen.
Bürospitzenrendite
Die Bürospitzenrendite in Bad Homburg hat 2023 um 155 Basispunkte auf 6,10 % zugenommen. Eine weitere, wenngleich etwas abgeschwächte, Renditezunahme ist absehbar.
Eschborn
Der Eschborner Büroflächenmarkt hat 2023 deutlich schwächer als im Vorjahr abgeschnitten, was in Anbetracht des Rekordjahres 2022 sowie der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen absehbar war. Insgesamt summiert sich der Umsatz durch Vermietungen und Eigennutzer 2023 auf 42.600 m², der damit 26,8 % unter dem Rekordvorjahr liegt (2022: 58.200 m²). Gleichzeitig bewegt sich das aktuelle Ergebnis im Bereich des langjährigen Schnitts (2013-2022: 41.300 m²). Getragen wurde das Resultat aus einem Mix von kleineren Abschlüssen sowie einigen Deals oberhalb der 1.000 m²-Marke. Zu den größten Umsätzen zählen die Projektanmietung der DWP Bank in der Kölner Straße 5 mit 12.400 m² sowie der Abschluss von LG Electronic Vehicle Components Europe im Projekt „Matchbox“ über 5.500 m². Dementsprechend führen „Banken, Finanzdienstleister & Versicherungen“ und „Kommunikation, IT & EDV“ die Branchenverteilung an.
Büroflächenumsatz
Büromieten
Der „Flight-to-quality“ hat das Mietniveau ansteigen lassen. So konnte die Spitzenmiete im Jahr 2023 um 1,50 €/m² zunehmen und hat mit 21,50 €/m² einen neuen Rekord erreicht. Die Durchschnittsmiete verzeichnet ein Plus von 0,50 €/m² und notiert damit bei 15,00 €/m².
Der Großteil des Flächenumsatzes fand in neuen Projekten statt, weshalb hieraus keine relevante Leerstandsreduzierung resultiert ist. Gleichzeitig wurden Flächen freigezogen bzw. zur Untervermietung angeboten. Infolgedessen ist der Leerstand wieder angewachsen und beläuft sich Ende 2023 auf 129.900 m² bzw. 19,1 %, eine Zunahme von 3,4 %-Punkten im Vergleich zu 2022.
Bürospitzenrendite
Die Bürospitzenrendite hat im Jahr 2023 um zusätzliche 155 Basispunkte zugenommen und steht bei 5,90 %. Ein weiterer Anstieg ist wahrscheinlich.