Büromarkt Frankfurt am Main 2023

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    Büromarkt Frankfurt am Main

    Der Frankfurter Büroflächenmarkt inklusive Eschborn und Offenbach-Kaiserlei ist im finalen Quartal 2023 wie in den Vorquartalen durch ein unterdurchschnittliches Umsatzergebnis gekennzeichnet. So ist für Oktober bis Dezember 2023 ein Flächenumsatz durch Vermietungen und Eigennutzer in Höhe von 96.700 m² erfasst worden. Damit ist es zwar das beste Quartal des Jahres, im langfristigen Vergleich ordnet sich dieses Resultat aber rund 40 % sowohl unter dem fünf- als auch dem zehnjährigen Durchschnitt der Schlussquartale mit jeweils rund 160.000 m² ein.

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    Für das Gesamtjahr 2023 summiert sich der Flächenumsatz auf 357.800 m² und damit rund ein Viertel unter dem langfristigen Durchschnitt (2013 – 2022: 482.000 m²). In jüngerer Vergangenheit hat nur 2020 mit 329.200 m² schlechter abgeschnitten. In Anbetracht der derzeitigen Gemengelage aus wirtschaftlichem Einbruch, hoher Inflation und Zinsen, vermeintlich politischer Unsicherheit sowie des Fachkräftemangels stellt dieses Ergebnis allerdings keine Überraschung dar. Zusammen mit dem niedrigen Umsatz ist auch die Anzahl der Deals gesunken. Wurden im Vorjahr noch 503 Abschlüsse erfasst, beträgt die Anzahl nun 456. Damit liegt 2023 nahezu auf dem Niveau von 2020 mit 455 Vermietungen. Das Umsatzvolumen von Mietvertragsverlängerungen nach aktiver Marktsondierung hat sich in den letzten drei Monaten 2023 spürbar lebhafter gezeigt als im Spätsommer. Die für das Gesamtjahr erfassten 140.000 m² bewegen sich nur leicht unter dem Vorjahresniveau und stellen gleichzeitig den dritthöchsten Wert innerhalb der letzten zehn Jahre dar. Mit der wirtschaftlichen Unsicherheit geht die Tendenz zu Prolongationen einher.

    Flächenumsatz nach Lage

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    Zum Jahresende 2023 hin hat sich der Trend bestätigt, dass mittelgroße Flächen zwischen 2.500 und 10.000 m² an Umsatzdynamik gewinnen. Hingegen haben Abschlüsse oberhalb von 10.000 sowie unterhalb von 2.500 m² im Jahresvergleich abgenommen. Mit der Anmietung von über 12.400 m² durch die Deutsche WertpapierService Bank in der Kölner Straße 5 in Eschborn konnte im finalen Quartal 2023 der größte Abschluss des Jahres erfasst werden. Zusammen mit der Anmietung eines Industrieunternehmens im „The Move Orange“ in Gateway Gardens mit rund 12.400 m² sind im Gesamtjahr jedoch lediglich zwei Vermietungen oberhalb der 10.000-m²-Marke erfasst worden.

    Mit dem größten Abschluss des Jahres haben die „Banken, Finanzdienstleister & Versicherungen“ ihre marktprägende Stellung mit einem Flächenumsatz von 78.800 m² beziehungsweise einem Marktanteil von 22,0 % behauptet. Dahinter reihen sich „industrielle Produktion & verarbeitendes Gewerbe“ mit 41.700 m² sowie das „Bau- & Immobiliengewerbe“ mit 34.900 m² ein. Unter den Teilmärkten dominiert die Bankenlage mit 46.900 m² Flächenumsatz den Büromarkt. Es folgen Eschborn mit 42.600 m², Messe/ Europaviertel mit 33.700 m² sowie das Westend mit 29.400 m².

    Hochpreisige Abschlüsse in innerstädtischen Projekten haben im finalen Quartal das Spitzenmietniveau auf nun 47,50 €/m² ansteigen lassen – sowohl gegenüber dem Vorquartal als auch dem Vorjahr ein Plus von 3,3 % bzw. 1,50 €/m². Mit der höheren Zahlungsbereitschaft für moderne und ESG-konforme Objekte in zentralen Lagen dürfte sich die Spitzenmiete auf diesem Niveau einpendeln. Die Durchschnittsmiete hat hingegen infolge von Anmietungen in weniger zentralen Standorten nachgegeben und notiert zum Jahresende bei 24,30 €/m². Dennoch stellt dies gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 1,7 % dar. Vom Gesamtumsatz entfällt rund ein Drittel auf Flächen in Projekten, Neubauten oder Revitalisierungen. Insbeson dere bei Abschlüssen oberhalb der 1.000-m2-Marke kommt neuen Flächen eine hohe Bedeutung zu. So sind diese für nahezu die Hälfte des Flächenumsatzes in diesem Segment verantwortlich.