Transaktionsmarkt Wohnportfolios Deutschland Q1 2024

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    Transaktionsmarkt Wohnportfolios

    Auf dem deutschen Transaktionsmarkt für Wohnportfolios* hat sich zum Jahresanfang 2024 keine Kehrtwende abgezeichnet. In den vergangenen drei Monaten sind rund 790 Mio. Euro umgesetzt worden, was das niedrigste Ergebnis der letzten 14 Jahre darstellt. Im Vergleich zum Vorjahresquartal (Q1 2023: 2 Mrd. Euro) ist das Transaktionsvolumen um rund 60 % zurückgegangen. Der Quartalsdurchschnitt des sehr schwachen Vorjahres (1,6 Mrd. Euro) wurde in Folge der starken Zurückhaltung der Marktteilnehmer um die Hälfte unterschritten.

    Marktüberblick

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    Die Investmentstimmung am deutschen Wohnportfoliomarkt bleibt zum Jahresanfang 2024 gedämpft. Die anhaltende Gemengelage aus zwar leicht gesunkenen, aber weiterhin hohen Finanzierungskosten, strengen Kreditvergabebedingungen und immer weiter sinkenden Wirtschaftsaussichten lassen die Marktteilnehmer unverändert zurückhaltend agieren. Einzig die öffentliche Hand ist mit höheren Ankaufsaktivitäten positiv aufgefallen.

    Insgesamt stehen Liquiditätssicherung und Stärkung der Portfolio-Resilienz im Fokus der Investmentstrategien. Die Phase der Preisfindung ist noch nicht flächendeckend abgeschlossen, weshalb auch zum Jahresanfang einige Verkaufsprozesse abgebrochen oder in die Länge gezogen wurden.

    Transaktionen 2011 – 2024

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    Insgesamt wurden in den vergangenen drei Monaten rund 4.300 Einheiten gehandelt, was einen Rückgang von rund 44 % im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Größere Transaktionen blieben der Ausnahmefall. Höhere Marktaktivitäten zeigten sich im kleinvolumigen Segment. Dort traten käuferseitig weiterhin vor allem eigenkapitalstarke Investoren auf. 

    Die Anzahl der Transaktionen zum Jahresanfang 2024 ist im Vorjahresvergleich um 8,8 % zurückgegangen. Dabei weisen kleine Deals bis 25 Mio. Euro eine Zunahme auf (80 % aller Abschlüsse). Infolgedessen ist in diesen Klassen auch das gehandelte Volumen (+30,2 % auf über 250 Mio. Euro) sowie der Marktanteil am Investmentvolumen von 9,9 % (Q1 2023) auf 32,3 % (Q1 2024) angestiegen. Der größte Marktanteil von rund 45 % entfällt allerdings weiterhin auf die Kategorie „100 - <500 Mio. Euro“. Insgesamt sind aber nur rund 360 Mio. Euro in dieses Preissegment geflossen, was einem Rückgang von 74 % gegenüber Q1 2023 entspricht. Umsatzeinbußen von 53 % bzw. 63 % wurden auch in den Preisklassen „25 - <50 Mio. Euro“ und „50 - <100 Mio. Euro“ registriert, die nun in Summe auf rund 180 Mio. Euro kommen. Im Bereich der Megadeals oberhalb der 500 Mio.-Euro-Marke fand analog zum Vorjahresquartal kein Verkauf statt.

    Transaktionsanzahl nach Investorentyp

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