Büromarkt Frankfurt am Main H1 2025

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    Büromarkt Frankfurt

    Der Frankfurter Büroflächenmarkt inklusive Eschborn und Offenbach-Kaiserlei verzeichnete nach dem rekordverdächtigen Jahresstart auch im zweiten Quartal 2025 hohe Marktaktivitäten. Auf einen Flächenumsatz durch Vermietungen und Eigennutzer von 202.100 m2 in den ersten drei Monaten folgten im zweiten Quartal 143.100 m2. Damit summiert sich das Halbjahresergebnis auf insgesamt 345.200 m2 und übertrifft den Vorjahreswert um 90 % (H1 2024: 181.500 m2). Auch die Fünf- und Zehnjahresdurchschnitte wurden mehr als verdoppelt bzw. um rund 73 % überflügelt. Der positive Trend zu Beginn des Jahres setzt sich demnach fort und kann als Wendepunkt des aktuellen Zyklus gesehen werden.

    Die Markterholung innerhalb des ersten Halbjahres 2025 wurde maßgeblich durch Abschlüsse oberhalb der 5.000 m2 vorangetrieben. Diese Deals stehen für weit mehr als 60 % des Umsatzes. Gegenüber dem Vorjahr haben diese über 300 % auf 214.500 m2 zugelegt. Die Branchen „Banken, Finanzdienstleister und Versicherungen“ mit insgesamt 124.900 m2 und Unternehmen aus „Unternehmensberatung, Marketing und Marktforschung“ mit 42.400 m2 präsentieren sich zur Jahresmitte als stärkste Flächennachfrager. Die räumliche Verteilung zeigt folgendes Bild: Der Central Business District (CBD) verbucht einen Umsatz von 201.800 m2, was fast 59 % des gesamten Marktgeschehens entspricht. Innerhalb der untergeordneten Teilmärkte sticht die Bankenlage mit 106.100 m2 hervor. Es folgen das Westend mit 56.400 m2 und das Ostend-Ost mit 52.700 m2.

    Der weiterhin hohe Anteil von Anmietungen in Projekten, Neubauten und Revitalisierungen führte im zweiten Quartal erneut zu einem Anstieg des Mietniveaus. Fast 60 % des Umsatzes über 1.000 m2 fanden hier statt. Die Spitzenmiete hat innerhalb der letzten drei Monate um 1,00 Euro pro m2 auf aktuell 52,50 Euro pro m2 zugelegt. Im Vorjahresvergleich beträgt der Mietzuwachs 5,00 Euro pro m2 bzw. 10,5 %. Die großflächigen und hochpreisigen CBD-Abschlüsse haben sich auch deutlich auf die flächengewichtete Durchschnittsmiete ausgewirkt. Zum Ende des ersten Halbjahres notiert diese bei 31,20 Euro pro m2 – ein Anstieg von 6,60 Euro pro m2 bzw. 26,8 % innerhalb der letzten 12 Monate.

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    Nachdem der marktaktive Leerstand auf dem Frankfurter Büromarkt bereits im ersten Quartal 2025 nicht weiter gestiegen ist, zeigt sich zur Jahresmitte hin eine weitere Stabilisierung. Dem Markt stehen Ende Juni 2025 somit weiterhin rund 1,24 Mio. m2 kurzfristig zur Anmietung zur Verfügung. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum beläuft sich das Plus jedoch auf 154.000 m2. Mit 10,8 % liegt die aktuelle Leerstandsquote 1,4 %-Punkte über dem Wert des zweiten Quartals 2024.

    Ausblick

    Die Stimmungsaufhellung der Frankfurter Unternehmen kann als Vorbote der konjunkturellen Belebung gesehen werden, die sich bereits in den Büromarktkennzahlen widerspiegelt. Da das erste Halbjahr durch eine Vielzahl an Großdeals geprägt war, wird das zweite Halbjahr voraussichtlich etwas moderater ausfallen, sich aber dennoch deutlich von den letzten drei Jahren abheben. Dementsprechend sollte der Seitwärtstrend beim Leerstand vorerst anhalten und mit der Zunahme des Umsatzvolumens mittelfristig wieder abnehmen. Gleichzeitig wird die Verknappung zentral gelegener und hochwertiger freier Flächen die Mieten weiter ansteigen lassen.

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