Der Lager- und Logistikflächenmarkt im Rhein-Main-Gebiet hat im zweiten Quartal 2026 einen Flächenumsatz durch Vermietungen und Eigennutzungen in Höhe von 132.800 m² erzielt. Damit ist sowohl das Vorquartalsergebnis (Q1 2026: 93.300 m²) als auch das Vorjahresresultat (Q2 2025: 112.800 m²) übertroffen worden. Im mittel- und langfristigen Vergleich bleibt das aktuelle
Ergebnis jedoch unterdurchschnittlich. Für das erste Halbjahr 2026 summiert sich der Flächenumsatz auf 226.100 m², womit das Vorjahresergebnis um 7,0 % übertroffen und der Durchschnitt der vergangenen fünf ersten Halbjahre nahezu erreicht wurde.
Infolge mehrerer Abschlüsse oberhalb von 10.000 m², die vor allem in den Teilmärkten „Süd-Ost“ und „Ost“ stattfanden, entfällt auf das großflächige Segment ein Marktanteil von 52,7 %. Der Flächenumsatz hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr fast verdreifacht. Eine Zunahme ist darüber hinaus auch bei kleineren Hallenflächen bis 1.500 m² festgestellt worden. In allen mittleren
Größenklassen zeigen sich hingegen Abnahmen. Nahezu alle Abschlüsse oberhalb von 5.000 m² entfallen auf Transport-, Lager- und Logistikunternehmen. Ein damit erzielter Marktanteil von 62,8 % in einem Halbjahr konnte zuletzt im Jahr 2018 überschritten werden. Auf dem zweiten Platz folgen Unternehmen aus Industrie und verarbeitendem Gewerbe mit 18,1 %. Alle weiteren Branchengruppen fallen deutlicher zurück.
Die Marktaktivitäten haben sich auch in den vergangenen Monaten auf Bestandsimmobilien mit einem Flächenumsatz von 201.600 m² bei einem Marktanteil von 89,2 % konzentriert. Das Neubausegment fällt mit 24.500 m² auf das niedrigste Niveau innerhalb der letzten zehn Jahre. Dies begründet sich aber nicht durch eine niedrige Nachfrage, sondern liegt am fehlenden Flächenangebot. Vor diesem Hintergrund setzt sich der Mietpreisanstieg fort. Zur Jahresmitte liegt die Spitzenmiete für Lager- und Logistikflächen ab 5.000 m² bei 8,90 Euro/m² und damit 70 Cent über dem Vorjahreswert.
Ausblick
Die weiterhin ausbleibende wirtschaftliche Erholung und die wieder anwachsenden geopolitischen Risken bremsen das Marktgeschehen. Von der expansiven Finanzpolitik gehen zwar positive Impulse aus, eine breitere Markterholung ist kurzfristig aber nicht zu erwarten. Dazu fehlt es auch weiterhin am nachgefragten Flächenangebot. Neubauaktivitäten verweilen
auf niedrigem Niveau. Damit wird sich auch der Aufwärtstrend bei den Mieten fortsetzen. Bezüglich des Gesamtjahresumsatzes ist zum aktuellen Zeitpunkt eine Stabilisierung auf dem jetzigen Niveau und damit ein Ergebnis im Bereich des Vorjahres von rund 500.000 m² zu erwarten.