Transaktionsmarkt Wohnportfolios Deutschland Q1 2026
Die Marktaktivitäten auf dem deutschen Transaktionsmarkt für Wohnportfolios* haben zum Jahresbeginn 2026 nachgelassen. In den ersten drei Monaten des Jahres sind Wohnportfolios über 2,0 Mrd. Euro gehandelt worden – ein Ergebnis, das sich auf dem Niveau des zweiten und dritten Quartals 2025 bewegt. Im Vergleich zum Vorjahresquartal (Q1 2025: 2,3 Mrd. Euro) sowie zu dem Schlussquartal 2025 (Q4 2025: 2,4 Mrd. Euro) ist allerdings ein deutlicherer Rückgang festzustellen. Der Markt wurde dabei überwiegend von inländischen Käufern geprägt. Sie verantworten 84,3 % des Umsatzes. Ausländische Investoren haben im Vorjahresvergleich Marktanteile
von fast 40 %-Punkten verloren, da sie vor allem kleinere bis mittelgroße Transaktionen getätigt haben.
Das stärkste Größensegment stellt das Cluster zwischen 100 und 500 Mio. Euro mit einem Transaktionsvolumen von 601 Mio. Euro dar. Besonders dynamisch zeigte sich auch das Marktcluster unter 10 Mio. Euro, das sein Umsatzvolumen im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdreifachte. Hingegen sank das Transaktionsvolumen im mittleren Segment zwischen 25 und 50 Mio. Euro auf 455 Mio. Euro. Im Bereich der Megadeals oberhalb der 500-Mio.-Euro-Marke fand keine Transaktion statt.
Unter den Branchen hat die Öffentliche Hand ihre Marktpräsenz deutlich ausgebaut. Sie erhöhte ihr Ankaufsvolumen gegenüber dem ersten Quartal 2025 um nahezu 40 % und übernimmt mit einem Marktanteil von 23,4 % die Spitzenposition im Investorenranking. Auf Seiten der Verkäufer dominieren weiterhin die Projektentwickler und Bauträger, die ihr Verkaufsvolumen auf fast 900 Mio. Euro steigerten (Q1 2025: 640 Mio. Euro).
Das Transaktionsvolumen von Forward-Deals stieg auf 1,0 Mrd. Euro und lag damit nahezu doppelt so hoch wie im Vorjahreszeitraum. Der Fokus richtet sich derzeit verstärkt auf Projektentwicklungen in gemischt genutzten Quartieren, auf serielle und modulare Bauweisen im geförderten Wohnungsbau sowie auf Vorhaben mit Doppel- und Reihenhäusern.
Ausblick
Das Marktumfeld bleibt herausfordernd. Die verhaltene Marktdynamik zum Jahresauftakt und die erneute Konjunkturabschwächung deuten darauf hin, dass die 10 Mrd. Euro Schwelle auch im Jahr 2026 erneut unterschritten wird. Für das zweite Quartal 2026 ist von einer weitgehend stabilen, leicht rückläufigen Transaktionsbereitschaft auszugehen. Zum Jahresende erscheint aber ein moderater Anstieg der Marktaktivitäten möglich.