Büromärkte im Frankfurter Umland 2024

Inhaltsverzeichnis
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    Bad Homburg

    Der Bad Homburger Büromarkt ist 2024 spürbar durch die gesamtwirtschaftliche Entwicklung gekennzeichnet gewesen. So ist ein Büroflächenumsatz von nur 9.100 m² erfasst worden, der damit 32 % unter dem Vorjahr (13.300 m²) liegt. Der langfristige Durchschnitt der letzten zehn Jahre (20142023: 17.800 m²) ist sogar um 49 % verfehlt worden. Das moderate Abschneiden ist u.a. auf einen Mangel an größeren Abschlüssen zurückzuführen. Oberhalb der 1.000-m²-Marke gab es mit den Anmietungen von Vitos Rheingau (1.100 m²), Celltrion Healthcare (1.200 m²) sowie easysub plus (2.200 m²) drei Abschlüsse. Diese Verträge wurden alle im Objekt „Marienbader Höfe“ getätigt. Ansonsten zeigte sich das Anmietungsgeschehen kleinteilig. Neben Unternehmen aus dem Gesundheitsbereich fragten auch verstärkt Corporates aus den Branchen „Kommunikation, IT & EDV“ sowie „industrielle Produktion & verarbeitendes Gewerbe“ Flächen nach.

    Büroflächenumsatz

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    Büromieten

    Höherpreisige Abschlüsse, z. B. im „EO“, haben die Spitzenmiete 2024 um 40 Cent auf 17,60 €/m² zulegen lassen. Die Durchschnittsmiete konnte ein Plus von 6,3 % (yo-y) auf 11,80 €/m² verzeichnen. Der Mangel an verfügbaren hochwertigen Flächen auf dem Bad Homburger Markt dürfte zu einer weiteren Zunahme des Mietniveaus führen.

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    Gleichzeitig schlägt sich die schwache Umsatzdynamik im Leerstand nieder. Unternehmen beziehen weniger Fläche als zuvor. Zudem zeigt sich eine deutliche Zunahme an Untermietflächen, die damit rund 10 % des Leerstandes ausmachen. Insgesamt stehen dem Markt ca. 90.000 m² kurzfristig zur Verfügung, was einer Leerstandsquote von 20,2 % entspricht.

    Bürospitzenrendite

    Die Spitzenrendite für erstklassige Büros in Bad Homburg hat 2024 um weitere 10 Basispunkte zugenommen und notiert nun bei 6,20 %. Damit befindet sich die Rendite in Bad Homburg nicht nur wieder auf dem Niveau des Jahres 2014, sondern hat nun auch wieder einen Renditeabstand zu Frankfurt von 170 Basispunkten erreicht.

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    Eschborn

    Der Eschborner Büromarkt hat das Jahr 2024 mit Blick auf die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit einem annehmbaren Ergebnis abgeschlossen. So beträgt der Büroflächenumsatz in Summe 38.200 m², der sich damit 10,3 % unter dem Vorjahr einordnet (2023: 42.600 m²). Der langfristige Durchschnitt ist ebenfalls leicht verfehlt worden (2014-2023: 43.500 m²). Getragen wurde das aktuelle Ergebnis durch 11 Abschlüsse oberhalb der 1.000-m²-Marke, die gleichzeitig für 60 % des Umsatzes stehen. Hierzu zählen die Anmietung der Stadt Eschborn über 5.900 m² in der Ludwig-Erhard-Straße 30–34, der Abschluss der Zürich Versicherung mit 3.100 m² sowie die Anmietung von Bosch mit 2.900 m² (beide im „Horizon Tower“, Alfred-Herrhausen-Allee 3–5) Eine hohe Nachfrage nach Eschborner Büroflächen ist u. a. infolgedessen durch die Branchen „industrielle Produktion & verarbeitendes Gewerbe“, „Banken, Finanzdienstleister & Versicherungen“, „Kommunikation, IT & EDV“ sowie „Öffentliche Einrichtungen“ ausgegangen.

    Büroflächenumsatz

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    Büromieten

    Während die Spitzenmiete infolge von Anmietungen in modernen bzw. neuen und zugleich nachhaltigen Flächen auf mittlerweile 23,00 €/m² (+7,0 % y-o-y) gestiegen ist, verweilt die Durchschnittsmiete stabil bei 15,00 €/m².

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    Vor allem Flächenfreizüge sowie Untermietflächen haben den kurzfristig verfügbaren Leerstand in Eschborn ansteigen lassen. Zum Jahresende 2024 standen dem Markt 148.000 m² zur Verfügung. Dies entspricht einer Leerstandsquote von 20,7 % (+1,6 %Punkte y-o-y). Durch derzeit noch unvermietete Projektierungsflächen dürfte zusätzlicher Druck auf das Angebot ausgehen.

    Bürospitzenrendite

    Die Spitzenrendite für Eschborner Büroimmobilien ist 2024 um zusätzliche 10 Basispunkte auf 6,00 % angestiegen. Damit ist für den Standort wieder nahezu das Niveau des Jahres 2015 (6,10 %) erreicht. Der YieldGap zu Frankfurter Prime-Assets hat sich gegenüber dem Tiefpunkt aus 2022 nahezu verdoppelt und beträgt nun 1,5 %-Punkte.

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