Büromarkt Frankfurt am Main 2024

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    Büromarkt Frankfurt am Main

    Der Frankfurter Büroflächenmarkt inklusive Eschborn und Offenbach-Kaiserlei hat im vierten Quartal 2024 einen neuen Tiefpunkt innerhalb der letzten Jahre erreicht. So sind zwischen den Monaten Oktober und Dezember lediglich 78.400 m² Bürofläche durch Vermietungen und Eigennutzer umgesetzt worden. Ein schwächeres Quartalsergebnis wurde zuletzt zum Jahresbeginn des Corona-Jahres 2021 mit 76.200 m² verzeichnet. Das Ergebnis des vierten Quartals 2024 liegt mit 44 beziehungsweise 50 % somit auch deutlich unter dem fünf- respektive zehnjährigen Schnitt der Schlussquartale. Zusammen mit den ebenfalls unterdurchschnittlichen Vormonaten schließt das Gesamtjahr 2024 mit einem Flächenumsatz von nur 342.400 m². Dieses Resultat liegt nicht nur rund 28 % unter dem langjährigen Trend, es ist auch das viertschwächste Umsatzergebnis seit dem Jahr 1995 (306.000 m²) und damit der letzten 30 Jahre.

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    Der Frankfurter Büromarkt bleibt von der konjunkturellen Stagnation und den strukturellen Problemen der deutschen Wirtschaft nicht verschont. Hinzu kommen schwierige wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen, die sich in der Anmietungsdynamik widerspiegeln. Einige erhoffte Großabschlüsse, die den Markt hätten stützen können, sind ausgeblieben. Unterstrichen wird der Umsatzeinbruch von der signifikanten Reduzierung der Anzahl der Deals. Die erfassten 425 Abschlüsse liegen rund 28 % unter dem Schnitt der letzten zehn Jahre (2014-2023: 593). Zum letzten Peak des Marktes in den Jahren 2017 und 2018 fehlen dem aktuellen Ergebnis rund 300 Abschlüsse.

    Flächenumsatz nach Lage

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    Die gesunkene Umsatzdynamik betrifft nahezu alle Größenklassen. Im Vergleich zum ebenfalls schwachen Vorjahr zeigen sich Rückgänge von 6,5 % im Segment 5.001 bis 10.000 m² bis zu 12,8 % bei Flächen zwischen 2.501 und 5.000 m². Einzig im Bereich über 10.000 m² gab es aufgrund der Anmietung von 36.800 m² im Gallileo durch die EZB einen Anstieg von 47,9 %. Der größte Abschluss des vierten Quartals und damit der zweitgrößte des Jahres erfolgte durch die STRABAG SE, die im Projekt ‚Seed‘ im Europaviertel 10.000 m² beziehen will.

    Mit einem Umsatz von 105.600 m² bleiben „Banken, Finanzdienstleister und Versicherungen“ auch 2024 die wichtigste Nachfragegruppe auf dem Frankfurter Büromarkt. Es folgt die „Bau- und Immobilienbranche“ mit 38.900 m², unterstützt durch die STRABAG-Anmietung. In der räumlichen Verteilung entfallen rund 41 % des Umsatzes bzw. 141.600 m² auf die Hauptlagen des Central Business Districts (CBD), worunter der Teilmarkt Bankenlage mit 86.800 m² besonders hervorsticht. Weitere bedeutende Teilmärkte sind Eschborn mit 38.300 m², die Stadtmitte mit 26.500 m² sowie die City West mit 25.000 m².

    Die insgesamt schwachen Anmietungsaktivitäten in Kombination mit einem hohen Anteil an Abschlüssen in Projekten, Neubauten und Revitalisierungen, die modern und in der Regel ESG-konform sind, haben das Mietniveau signifikant ansteigen lassen. Bei Abschlüssen oberhalb der 1.000- m²-Marke machen diese rund 49 % aus. Infolgedessen ist die Durchschnittsmiete von 24,60 €/m² im dritten Quartal 2024 auf nun 25,10 €/m² angestiegen. Dies entspricht im Vorjahresvergleich einer Zunahme von 3,3 %. Bei der Spitzenmiete ist im Verlauf der letzten drei Monate aufgrund von weiteren Premium-Anmietungen in CBD-Projekten eine Zunahme von 1,00 €/m² auf derzeit 49,00 €/m² verzeichnet worden, ein Plus von 3,2 % in der 12-Monats-Betrachtung.