Büromarkt Frankfurt am Main Q1 2023

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    Büromarkt Frankfurt am Main

    Der Frankfurter Büroflächenmarkt inklusive Eschborn und Offenbach-Kaiserlei ist im ersten Quartal 2023 durch unverändert sehr zurückhaltende Marktaktivitäten geprägt gewesen. So ist ein Flächenumsatz durch Vermietungen und Eigennutzer in Höhe von 82.800 m² erfasst worden. Damit zählt es zu den schwächeren Quartalen der letzten Jahre. Ein schlechteres Ergebnis gab es zuletzt in den ersten beiden Quartalen 2020 sowie im ersten Quartal 2021. In diesen Zeiträumen wurde das Marktgeschehen allerdings durch Corona sowie Lockdowns zur Eindämmung der Pandemie stark beeinflusst. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das aktuelle Resultat eine Abnahme von knapp 20 %.

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    Damit einhergehend befindet sich auch die Anzahl der Abschlüsse auf einem niedrigen Niveau: in den ersten drei Monaten 2023 sind 105 Deals erfasst worden. Dies sind knapp 17 % weniger als im Quartalsdurchschnitt des vorangegangenen Jahres. Die wirtschaftliche Gesamtsituation ist nach wie vor herausfordernd, doch sind Anzeichen für Verbesserungen am Markt erkennbar. Das schlechte Ergebnis ist sicherlich zum Teil der weiterhin bestehenden Unsicherheit geschuldet. Allerdings steigt die Anzahl an Flächengesuchen im Markt, vor allem auch im großflächigen Bereich. Aufgrund dessen ist im weiteren Jahresverlauf 2023 mit einer Umsatzbelebung zu rechnen. Das Volumen an Mietvertragsverlängerungen nach aktiver Marktsondierung in den vergangenen drei Monaten ist moderat. So sind im ersten Quartal rund 13.600 m² erfasst worden. Damit liegt dieses Volumen nahezu 80 % unter dem Vorjahreswert.

    Flächenumsatz nach Lage

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    Hinsichtlich der verschiedenen Größencluster spiegelt sich der schwache Jahresstart 2023 auf dem Frankfurter Büromarkt schwerpunktmäßig in drei Größenklassen wider. So liegt das Segment der kleineren Abschlüsse unterhalb der 1.000 m²-Marke mit 31.900 m² auf dem niedrigen Vorjahresniveau, während es im Cluster 1.000 bis 2.500 m² um 37,3 % auf 12.900 m² gesunken ist. Großdeals oberhalb der 10.000 m²-Schwelle fehlen gänzlich. In den Segmenten von 2.501 bis 5.000 m² sowie von 5.001 bis 10.000 m² konnten im Jahresvergleich Zuwächse verzeichnet werden.

    Die größte Anmietung der ersten drei Monate 2023 erfolgte am Ende des Quartals mit annähernd 10.000 m² durch Universal Investment in dem Neubau Timber Pioneer in der EuropaAllee. Darauf folgt ein Abschluss in der Breitlacher Straße 92 über rund 9.100 m² durch die öffentliche Hand, der ebenfalls noch kurz vor dem Quartalswechsel finalisiert werden konnte. Platz drei nimmt das Kreativzentrum Massif Central ein, das rund 5.800 m² Bürofläche im Bethmannhof beziehen wird.

    Zum Jahresbeginn 2023 zeigen sich die „Banken, Finanzdienstleister & Versicherungen“ trotz der aktuellen Krisenstimmung weiterhin als stärkste Branche und erreichen einen Umsatz von 19.000 m². Allerdings haben hierzu weniger der Bankensektor als vielmehr die Finanzdienstleister beigetragen. Die Gruppe der „öffentlichen Einrichtungen“ verbuchen ein Volumen in Höhe von 11.900 m². Aufgrund von Anmietungen u.a. im FOUR FRANKFURT sowie im GLOBAL TOWER weist die „Bankenlage“ innerhalb des Frankfurter Büromarktgebiets den höchsten Umsatz auf. Hier sind 12.800 m² erfasst worden. Der Teilmarkt „Messe/Europaviertel“ belegt mit 11.000 m² dank des größten Abschlusses des Quartals den zweiten Platz.

    Die anhaltende Fokussierung der Nutzer auf moderne, flexibel nutzbare, zugleich nachhaltige und damit höherpreisige Flächen, was derzeit hauptsächlich durch Neubauflächen erfüllt werden kann, hat das Mietniveau weiter ansteigen lassen. So beträgt die Durchschnittsmiete mittlerweile 24,70 €/m², womit diese innerhalb der letzten 12 Monate um 9,3 % angestiegen ist. Die Spitzenmiete hat im Vorjahresvergleich um 2,2 % auf 46,00 €/m² zugenommen. Gegenüber dem Jahresende 2022 ist diese aber nicht erneut gestiegen. Derzeit in Verhandlung befindliche Anmietungen in Projektierungen deuten auf einen weiteren Anstieg des Mietniveaus in den nächsten Quartalen hin.