Büromarkt Frankfurt am Main Q3 2023

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    Büromarkt Frankfurt am Main

    Der Frankfurter Büroflächenmarkt inklusive Eschborn und Offenbach-Kaiserlei ist auch im dritten Quartal 2023 durch eine schwache Marktdynamik gekennzeichnet. Für den Zeitraum Juli bis September 2023 ist ein Flächenumsatz durch Vermietungen und Eigennutzer in Höhe von 87.000 m² registriert worden. Dieser bewegt sich damit im Bereich der ebenfalls schwachen Vorquartale (Q1 2023: 82.800 m²; Q2 2023: 91.300 m²) und ist gleichzeitig das niedrigste Q3-Resultat seit dem Jahr 2011 (Q3 2011: 73.000 m²).

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    In Summe beträgt das Umsatzergebnis für die ersten neun Monate 261.100 m². Abgesehen vom Corona-Jahr 2020 mit 207.500 m² in den ersten drei Quartalen war in der jüngeren Vergangenheit nur das Umsatzresultat 2014 mit 258.200 m² in den ersten neun Monaten niedriger. Dementsprechend ordnet sich das aktuelle Ergebnis bei 17 bzw. 19 % unter dem Schnitt der letzten 5 bzw. 10 Jahre ein. Der Vergleich zum Vorjahreswert zeigt ein Minus von 12 %. Einhergehend mit dem gesunkenen Umsatz befindet sich die Deal-Anzahl ebenfalls unter dem Vorjahresniveau. Diese ist von 365 in den ersten neun Monaten 2022 auf nun 334 gesunken. Es zeigt sich, dass eine zeitnahe Marktbelebung immer unwahrscheinlicher wird. So ist die Zurückhaltung der Mieter nochmals gestiegen. Wer aktuell nicht anmieten muss, fährt seine Marktaktivitäten herunter. Deutlich abgekühlter zeigt sich mit 76.000 m² auch das Geschehen bei Mietvertragsverlängerungen nach aktiver Marktsondierung. Nach dem zwischenzeitlichen Anstieg im zweiten Quartal haben sich in den letzten drei Monaten die Unternehmen spürbar zurückgehalten. Insgesamt bewegen sich die ersten drei Quartale 2023 rund 30 % unter dem Vorjahreswert.

    Flächenumsatz nach Lage

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    Wie bereits zum Ende des Halbjahres ist der Markt bei Betrachtung der Abschlussgrößen aktuell zweigeteilt. Während kleinere Abschlüsse unterhalb der 2.500 m²-Marke sowie oberhalb von 10.000 m² mit über 157.600 m² bzw. 12.400 m² unter dem Vorjahr rangieren, bewegen sich mittelgroße Abschlüsse in den Clustern von 2.501 bis 10.000 m² mit zusammen 91.000 m² deutlich über dem Vorjahresniveau.

    Im dritten Quartal konnte die erste Anmietung des laufenden Jahres von über 10.000 m² erfasst werden. Ein Industrieunternehmen hat das gesamte Objekt „The Move Orange“ in Gateway Gardens mit rund 12.400 m² angemietet. Zu den weiteren großen Anmietungen des dritten Quartals zählen die Abschlüsse durch LG ELECTRONICS Vehicle Components Europe im „Matchbox“ in Eschborn über 5.500 m² sowie durch die Sweco Group im „Oval“ mit 4.500 m².

    Der größte Abschluss des dritten Quartals hat dafür gesorgt, dass die Branche „industrielle Produktion & verarbeitendes Gewerbe“ sich mit 32.300 m² nach den ersten neun Monaten auf den zweiten Platz hinter den „Banken, Finanzdienstleistern & Versicherungen“ mit 51.800 m² geschoben hat.

    Innerhalb des Frankfurter Büromarktgebiets entfällt der höchste Umsatz unverändert auf den Teilmarkt „Bankenlage“ mit 36.100 m². Getrieben durch die im Jahresverlauf erfassten Abschlüsse im „The Spin“, „ONE“, „Meandris“ sowie „Timber Pioneer“ verzeichnet der Teilmarkt „Messe/Europaviertel“ mit 32.300 m² das zweithöchste Umsatzvolumen.

    Im dritten Quartal haben Premiumanmietungen in der Bankenlage die Spitzenmiete stabil bei 46,00 €/m² gehalten – sowohl gegenüber dem Vorquartal als auch gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Durchschnittsmiete hat in den letzten drei Monaten infolge von größeren Abschlüssen in weniger zentralen Lagen leicht um 10 Cent gegenüber dem Vorquartal auf 24,80 €/m² nachgegeben. Im Vergleich zum Vorjahr steht hier jedoch ein Plus von 7,8 %.