Büromarktbericht Frankfurt am Main Q4 2025
Auf dem Frankfurter Büroflächenmarkt inklusive Eschborn und Offenbach-Kaiserlei hat der Flächenumsatz im vierten Quartal 2025 zwar leicht abgenommen, für das Gesamtjahr 2025 ergibt sich dennoch ein sehr positives Ergebnis. So sind zwischen Oktober und Dezember rund 96.300 m² Bürofläche durch Vermietungen und Eigennutzer umgesetzt worden. Getragen von einer starken ersten Jahreshälfte summiert sich der Gesamtumsatz 2025 auf 551.800 m². Das Vorjahresergebnis wird damit um nahezu 210.000 m² bzw. über 60 % übertroffen. Auch der mittelfristige Fünfjahresschnitt sowie der langfristige Zehnjahresschnitt werden mit 32,5 bzw. 13,5 %
klar überschritten. Ebenso hat die Anzahl der Abschlüsse mit 431 im Vergleich zum Vorjahr (425) geringfügig zugenommen.
Das Marktgeschehen im abgelaufenen Jahr wurde von mehreren sehr großen Flächenanmietungen geprägt. Insgesamt fanden neun Abschlüsse mit einem Flächenumsatz von fast 210.000 m² oberhalb von 10.000 Quadratmetern statt. Dies entspricht einem Anteil am Gesamtumsatz von 37,9 % und mehr als eine Verfünffachung des Vorjahresresultats in diesem Segment. Aber auch in nahezu allen anderen Größenklassen zeigen sich im Vergleich zum Vorjahr Zunahmen zwischen rund 12 und 45 %. Lediglich im kleinflächigen Segment unter 1.000 m² liegt der Flächenumsatz von 132.300 m² auf Vorjahresniveau.
Die mit Abstand stärkste Branchengruppe stellen erneut die Banken, Finanzdienstleister und Versicherungen dar. Getrieben durch die großen Abschlüsse des Jahres vereinen sie mit rund 178.400 m² den Großteil des Umsatzes auf sich. Generell zeigt sich aber eine breite Branchennachfrage, was mehrstellige Wachstumsquoten beim Flächenumsatz verschiedener Branchengruppen unterstreichen. 128.500 m² des diesjährigen Flächenumsatzes entfallen auf die Bankenlage, den mit Abstand wichtigsten Frankfurter Teilmarkt. In der Hauptlage CBD, zu der die Bankenlage zählt, sind insgesamt 271.600 m² umgesetzt worden. Fast die Hälfte des Flächenumsatzes sind somit hier zu verorten. Parallel liegt der Anteil von Anmietungen in Projekten, Neubauten und Revitalisierungen unverändert auf einem hohen Niveau - im Segment über 1.000 m² bei 55,3 % des gesamtstädtischen Umsatzes.
Die Fokussierung auf zentrale Standorte und Top-Objekte hat das Mietniveau 2025 signifikant steigen lassen. Am Jahresende beläuft sich diese auf 53,30 Euro pro m², 4,30 Euro über dem Vorjahreswert. Die flächengewichtete Durchschnittsmiete zeigte zuletzt zwar nur ein leichtes Wachstum, im Vergleich zum Vorjahr aber eine Zunahme um 6,60 auf 31,70 Euro pro m².