Investorenbeschreibung
Im Rahmen der Erhebung wurden unter anderem Fragen zum Investorentyp, der Assets under Management
sowie der Risikostrategie und den favorisierten Investmentstandorten gestellt, um einen grundlegenden Überblick über die befragten Experten und deren Unternehmen zu erhalten. Dies sollte ebenfalls dazu die-
nen, Ergebnisse von zukünftigen Umfragen vergleichbarer zu machen und um Trends, beispielsweise in den Assetallokationen, abzuleiten.
Asset- und Fondsmanager dominieren das Teilnehmerbild
Innerhalb der Verteilung der Investorentypen stechen die Asset- und Fondsmanager mit einem Anteil von 43,6 % deutlich heraus. Der zweitgrößte Anteil entfällt auf die Gruppe der Privatinvestoren und Family Offices, welche 23,1 % der Umfrageteilnehmer ausmachen.
Die weiteren Befragten lassen sich in Immobiliengesellschaften, Offenen Immobilienfonds / Spezialfonds und Projektentwickler mit je 7,7 % aufteilen. Jeweils ein Teilnehmer stammt aus der Gruppe der Immobilienaktiengesellschaften / REITs, Private-Equity-Fonds / Opportunity-Fonds, Versicherungen / Pensionskassen oder sonstigen Investorentypen.
Das in Deutschland verwaltete Immobilienvermögen der Unternehmen, dem die Umfrageteilnehmer angehören, beläuft sich insgesamt auf rund 63,5 Mrd. Euro, wobei die Spanne mit 50 Mio. Euro bis 15 Mrd. Euro je Unternehmen, einen großen Spread aufweist.
Investorentyp
A- und B- Standorte sowie Value-Add-Investments im Investorenfokus
Die Risikostrategie der Befragten zeigt im Vergleich zum Investorentypus eine eher gleichmäßige Verteilung. Lediglich die Klasse Opportunistic ist mit 10,5 % unterrepräsentiert. Als dominierende Risikostrategie stechen die Value-Add Investoren mit insgesamt 39,5 % hervor. Core (26,3 %) sowie Core+ (23,7 %) wird von einer ähnlichen Anzahl der Umfrageteilnehmer als primäre Risikoklasse angegeben. Bei den präferierten Investment-Standorten stehen bei den Experten die A-Standorte (Top-7) sowie die B-Standorte im Mittelpunkt (74,4 % bzw. 64,1 %). Aber auch die sonstigen Standorte zeigen mit 41,0 % eine deutliche Ausprägung.
Investment-Risikostrategien
Investment-Standort
Investoren halten vor allem Wohn-, Büro- und Logistikimmobilien
Bezüglich der Assetallokation der Umfrageteilnehmer zeigt sich ein stark differenziertes Bild. Größere Quoten weisen zum Teil Büro- und Wohnimmobilien auf. Beispielsweise sind 23,5 % der Befragten stark in Büroimmobilien investiert (61-100 %). 28,1 % der Befragten halten mindestens 61 % ihres Kapitals in Wohnimmobilien. Darüber hinaus stellen Logistikimmobilien ebenfalls eine gefragte Assetklasse dar. In Einzelhandels-, Hotel- und Healthcare-Immobilien sind die beteiligten Befragten hingegen deutlich weniger investiert. Große Teile der Umfrageteilnehmer halten hier keine oder nur geringe Anteile ihres Kapitals. Bei den sonstigen Immobilientypen wurden unter anderem Gewerbeparks, PV-Anlagen, Bildungsimmobilien und Light-Industrial-Objekte als mögliche Investmentobjekte genannt. Die große Bedeutung der Büro-, Wohn- und zum Teil Logistikimmobilien in den Portfolios der Investoren deckt sich mit den besonders positiven Entwicklungen dieser Segmente in den vorangegangenen Jahren. Die übrigen Assetklassen stellen häufig eher Neben- oder Nischenprodukte dar, was durch die hohen Ausprägungen bei der Antwortkategorie „nicht oder wenig investiert (0 -20 %)“ veranschaulicht wird.
Assetallokation des Investmentvolumens
Zukünftige Investmentallokation überwiegend unverändert – Wohn- und Logistikimmobilien stärker gefragt
Neben der aktuellen Assetallokation wurden auch die zukünftig geplanten Investmentstrategien bzw. mögliche Anpassungen an diesen in den nächsten 3-6 Monaten hinterfragt. Dabei wird deutlich, dass lediglich im Bürosegment eine größere Zahl der Teilnehmer (25,8 %) eine leichte bzw. starke Reduzierung vornehmen möchte. Insgesamt dominiert aber Stabilität oder eine angestrebte Erhöhung der Aktivitäten. Besonders zeigt sich die Tendenz zu einer stärkeren Fokussierung auf die Assetklassen Wohnen und Logistik. Hier wollen 32,3 % (Wohnen) bzw. 26,9 % (Logistik) der Investoren in den nächsten Monaten ihre Investmentallokation leicht erhöhen. Eine signifikante Anzahl an Umfrageteilnehmern will die Quote an Wohn- sowie Logistikinvestments sogar deutlich erhöhen. So gaben 16,1 % (Wohnen) und 19,2 % (Logistik) eine entsprechende Zielrichtung an. Bei den Immobilientypen Einzelhandel, Hotel und Healthcare zeigen die Daten eher zurückhaltende Veränderungsziele seitens der Befragten. In den kommenden 3-6 Monaten möchten über 60 % der Investoren ihre Investmentallokation im Einzelhandel (63,6 %), im Hotelsegment (61,9 %) und bei Healthcare-Immobilien (62,5 %) unverändert belassen. Bei der Kategorie „Sonstige“ wurden von den Umfrageteilnehmern unter anderem Gewerbeparks als weitere Assetklasse genannt, wobei auch hier Konstanz bei der Investmentallokation in den nächsten 3-6 Monaten dominiert. Insgesamt zeigt sich bei der Analyse der zukünftig geplanten Assetallokation der Investoren somit ein eher zurückhaltendes Bild, was die aktuell vorherrschende Stimmung im Markt untermauert. In den kommenden Monaten sollen die Investmentallokationen in den jeweiligen Assetklassen vornehmlich unverändert bleiben, was sicherlich größtenteils der Unsicherheit sowie der anhaltenden Preisfindungsphase innerhalb des Marktes geschuldet ist. Lediglich bei Wohn- und Logistikimmobilien sehen die Investoren auch in naher Zukunft weiteres Potenzial. Die Gründe hierfür können auf einen anhaltend hohen Nachfragedruck im Wohnsegment und einen nachfrageseitig steigenden Bedarf nach Lager- und Logistikflächen zurückgeführt werden.
Zukünftige Investmentstrategie