Investmentmarkt Deutschland Q1 2024

Inhaltsverzeichnis
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    Transaktionsvolumen

    Der deutsche Gewerbeinvestmentmarkt hat zum Jahresstart 2024 stärkere Stabilisierungstendenzen gezeigt. So sind gewerbliche Immobilieninvestments in Höhe von 5,2 Mrd. Euro erfasst worden. Damit bewegt sich das Volumen auf dem Niveau des Vorjahres (Q1 2023: 5,2 Mrd. Euro). Vieles deutet darauf hin, dass der Wendepunkt erreicht sein könnte und nun eine langsame Erholung einsetzen wird. Wenngleich die EZB mit hoher Wahrscheinlichkeit erst im Juni 2024 die Leitzinsen senken wird, ist käuferseitig mehr Planungssicherheit bezüglich der weiteren Zinsentwicklung gegeben. Auf der Verkäuferseite passen sich immer mehr Investoren an das aktuelle Preisniveau an und sondieren mögliche Verkäufe. Sowohl im Einzeltransaktions- als auch im Portfoliosegment nimmt die Vermarktungspipeline zu.

     

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    Transaktionsvolumen nach Assetklassen

    Positiv zu werten ist, dass das aktuelle Ergebnis nicht nur durch Einzelverkäufe, sondern auch durch Pakete getragen wurde. Entsprechend hat sich das Portfoliovolumen gegenüber dem ersten Quartal 2023 mehr als verdoppelt und beträgt rund 1,2 Mrd. Euro. Vor allem Pakete im Logistiksegment haben dieses Resultat gestützt. Hierzu zählen der Verkauf eines 90 %-Anteils von fünf Logistikimmobilien an LaSalle IM für über 300 Mio. Euro sowie der Erwerb eines Portfolios mit acht Logistikobjekten durch Clarion Partners Europe, wovon sich sechs in Deutschland befinden. Im Einzelhandelssegment hat sich Ores Germany ein Portfolio aus Super- und Baumärkten für 200 Mio. Euro gesichert. Auf Einzeltransaktionen entfallen mehr als 4 Mrd. Euro, was rund 14 % unter dem Vorjahr liegt. Marktprägend waren hier die Münchener Geschäftshäuser „Fünf Höfe“ sowie die „Maximilianstraße 1214“, deren Kaufpreise jeweils im dreistelligen Millionenbereich lagen. 

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    Zum großen Teil getragen von den genannten Einzelhandelstransaktionen verzeichnet das Einzelhandelssegment den höchsten Investmentumsatz mit 1,78 Mrd. Euro. Gegenüber dem Vorjahr ist damit ein Plus von rund 11 % erzielt worden. Dahinter reihen sich Lager- und Logistikimmobilien ein, die durch einen hohen Portfolioanteil ein Volumen von 1,53 Mrd. Euro verzeichnen können. Im Vorjahresvergleich beträgt die Steigerung in dieser Assetklasse 81,4 %. Büroimmobilien hingegen verbuchen mit einem Transaktionsvolumen von 1,21 Mrd. Euro ein kleines Minus gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit setzt sich der Trend fort, wonach Investoren infolge der konjunkturellen Entwicklung sowie struktureller Veränderungen (z.B. ESG, HomeOffice etc.) von Büroimmobilieninvestments häufig absehen. Auf „sonstige Nutzungen“ entfällt ein Gesamtvolumen von 0,7 Mrd. Euro. Hiervon können wiederum 0,25 Mrd. Euro Hotelimmobilien zugeordnet werden, die sich damit leicht oberhalb des Vorjahresniveaus bewegen (Q1 2023: 0,22 Mrd. Euro).

    Deutsche Anleger haben, wie in den letzten Quartalen auch, das Transaktionsgeschehen auf dem heimischen Markt für Gewerbeimmobilien bestimmt und dabei ihren Marktanteil gegenüber dem Vorjahr sogar leicht ausgebaut. Die investierten 3,59 Mrd. Euro liegen fast 400 Mio. Euro über Q1 2023. Ausländische Akteure haben entsprechend in dieser Größenordnung eingebüßt und sind für insgesamt rund 1,62 Mrd. Euro verantwortlich. Unter diesen stechen Länder wie die USA oder UK hervor, in denen aktuell viel Kapital für antizyklische Investments in Deutschland eingesammelt wird. Aber auch Länder wie Spanien und Italien sowie Frankreich sind durch merkliche Marktanteile geprägt.