Flächenumsatz
Der Lager- und Logistikflächenmarkt im Rhein-Main-Gebiet hat im zweiten Quartal des Jahres erneut nur unterdurchschnittliche Marktaktivitäten gezeigt. Der Flächenumsatz für die vergangenen drei Monate infolge von Vermietungen und Eigennutzungen beträgt rund 84.900 m². Damit wurden die Ergebnisse der beiden vorangegangenen Quartale zwar übertroffen, im Vergleich zu den letzten Q2-Resultaten mit einem Fünfjahresschnitt von 178.200 m² bedeutet dies aber einen deutlichen Rückgang. Der Flächenumsatz im ersten Halbjahr summiert sich auf rund 147.000 m², was innerhalb der letzten zehn Jahre das schwächste Resultat ist.
Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich zuletzt nicht wesentlich verbessert. Dies hinterlässt Spuren bei Endverbrauchern und Nachfragern von Lager- und Logistikflächen und infolgedessen auch auf den Vermietungsmärkten. Allerdings ist die Nachfrage an Lager- und Logistikflächen im Rhein-Main-Gebiet auch in der aktuellen Marktphase groß. Die zentrale Marktbremse bleibt weiterhin der Flächenmangel – sowohl im Bereich des freien Bestands, der den Nutzungsansprüchen entspricht, als auch im Bereich freier und bebaubarer Grundstücke. Vor allem das großflächige Segment ist betroffen, aber auch in allen anderen Flächenclustern fehlt das Angebot. Dies spiegelt sich in den Mieten wider. So ist die Spitzenmiete für Lager- und Logistikflächen ab 5.000 m² in den vergangenen drei Monaten um 0,30 €/m² auf 7,60 €/m² gestiegen.
Neben dem Mangel an Bauflächen, auf denen Vorhaben realisiert werden können, bremsen steigende Bau- und Finanzierungskosten Entwickler bei der Realisierung neuer Lager- und Logistikflächen zusätzlich ab. Infolgedessen ist der Flächenumsatz durch Neubauprojekte auf niedrigem Niveau verblieben. Insgesamt entfallen auf das Neubausegment 38.600 m². Auch bei Bestandsflächen ist ein Umsatzrückgang zu verzeichnen, der aber deutlich geringer ausfällt.
Flächenumsatz nach Flächengröße
Die wenigen Neubauaktivitäten spiegeln sich bei den Umsätzen innerhalb der verschiedenen Größencluster wider. Alle Klassen weisen im Vergleich zum mittelfristigen Durchschnitt Rückgänge auf. Im Flächencluster oberhalb der 10.000-m²Marke fällt dieser aber am stärksten aus. Mit den dabei erzielten 37.900 m² bilden die Großabschlüsse zwar erneut das wichtigste Cluster, haben aber die Dominanz vorangegangener Jahre verloren. Die wichtigsten Flächennachfrager sind wie im Vorjahr die Transport-, Lager- und Logistikunternehmen. Mit einem Flächenumsatz von 53.500 m² kommen diese auf einen Marktanteil von 36,4 %. Der noch im Frühjahr führende Handel belegt mit 43.900 m² nun den zweiten Rang. Beide Branchen haben ihr Umsatzvolumen im Vorjahresvergleich damit allerdings verringert. Hinzugewinnen konnten hingegen die drittplatzierten Unternehmen aus Industrie und dem verarbeitenden Gewerbe, die mit 29.900 m² den Abstand zu den beiden Führenden verringert haben.
Flächenumsatz nach Branchen