Transaktionsmarkt Wohnportfolios Deutschland Q1-Q3 2026

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    Auf dem deutschen Transaktionsmarkt für Wohnportfolios* hat sich die Dynamik nach der zwischenzeitlichen Belebung im ersten Halbjahr 2026 zuletzt wieder abgeschwächt. Das Gesamtvolumen sank von 2,4 Mrd. € im zweiten Quartal 2026 auf 1,7 Mrd. € im dritten Quartal 2026 und erreichte damit den niedrigsten Quartalswert seit Mitte 2024. Auf Jahressicht zeigt sich der Markt leicht rückläufig. Nach den ersten neun Monaten summiert sich das Transaktionsvolumen auf 6,2 Mrd. €. Damit wurde zwar bereits das Gesamtjahresergebnis 2023 erreicht, der Vorjahreswert von 6,3 Mrd. € im Vergleichszeitraum jedoch knapp verfehlt. Bemerkenswert ist dabei, dass dieses Ergebnis im Gegensatz zum Vorjahr ohne die Unterstützung eines großvolumigen Einzeldeals von mehr als 500 Mio. € erzielt wurde.

    Der Markt wurde in den ersten drei Quartalen 2026 vor allem von kleinen und mittelgroßen Transaktionen getragen. Mit einem Anteil von 68,9 % bzw. 4,2 Mrd. € dominierten Abschlüsse bis 100 Mio. € das Marktgeschehen. Besonders dynamisch entwickelte sich das Segment von 50 bis 100 Mio. €, in dem das gehandelte Volumen um 49,7 % auf 1,6 Mrd. € zulegte.
    Demgegenüber vereinte das Segment der Großtransaktionen über 100 Mio. € mit rund 2 Mrd. € 31,1 % des Gesamtergebnisses auf sich. Parallel dazu weiteten internationale Investoren ihre Aktivitäten in Deutschland aus und investierten mit 2,6 Mrd. € rund 7 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Über 40 % dieses Volumens entfielen auf Transaktionen oberhalb von 100 Mio. €.

    Mit Investitionen von jeweils rund 1 Mrd. € liegen drei Investorengruppen auf Käuferseite nahezu gleichauf an der Spitze. Die stärkste Dynamik verzeichneten dabei Privatinvestoren und Family Offices, deren Investitionstätigkeit gegenüber dem Vorjahr um 33,8 % zunahm.
    Der Markt für Projektentwicklungen hat in den vergangenen drei Monaten an Schwung verloren. Nach einem Transaktionsvolumen von rund 1,0 Mrd. € im ersten Quartal 2026 und 0,4 Mrd. € im zweiten Quartal verringerte sich das Ankaufsvolumen von Projektentwicklungen im dritten Quartal auf 0,3 Mrd. €.

    Ausblick
    Die zuletzt vorsichtige Ankaufspolitik vieler institutioneller Anleger sowie die restriktive Kreditvergabe sprechen für eine Fortsetzung der aktuell zurückhaltenden Marktaktivitäten auch im Schlussquartal des Jahres. Für das Gesamtjahr 2026 zeichnet sich infolgedessen ein Transaktionsvolumen für Wohnportfolios von unter 10 Mrd. € ab. Damit dürfte sich das Investitionsgeschehen erneut in einer Größenordnung wie in den Jahren 2025 (8,7 Mrd. €) und 2024 (9,4 Mrd. €) bewegen.